Sonntag, 2. Juni 2013

Gesundes aus dem Garten!



Hallo ihr Lieben,


Draußen grünt und blüht es und das schöne Wetter lockt zu Gartenarbeiten.Unkraut will gerupft und der Rasen gemäht sein und bei solch schönem Wetter geht die Arbeit leicht von der Hand. Früher war ein Teil unseres Gartens ein so genannter Nutzgarten, in welchem Obst und manch Gemüse zu Hause war. Tomaten, Salat , Karotten, Petersilie, Schnittlauch, Dill  und Kartoffeln: alles kam aus dem Garten und war somit immer im Hause. Doch braucht ein solcher Garten sehr viel Liebe, Geduld und auch Zeit, sodass wir ihn leider nach einer Zeit aufgeben mussten, dennoch hat sich das ein oder andere seinen Platz gesichert und wächst nun zwischen verschiedenen Blumen und Büschchen. Bei wachsamen Hinsehen entdeckt man manch wildwachsendes Gesundes, welches sich hervorragend zum Kochen eignet und nicht nur seinen eigenen Geschmack ans Essen zaubert, sodnern auch unserem Körper gut tut ! Und natürlich ist alles Bio ;)

Hier habe ich ein paar kleine Gewächse, die dennoch kleine Wundermittelchen sind und sich in vielen Gärten zu Hause fühlen:


Die Ringelblume:


Die Ringelblume oder auch Calendula genannt ist wohl die auffälligeste aller Blümchen im Garten. Ihre leuchtend orangenen Blätter lassen sich leicht im Garten ausmachen. Ihre ätherischen Öle: Flavonoide, Saponine wirken entzündungshemmend und fördern die Wundheilungund so sind sie ein kleines Hausmittelchen für kleine Wehwechen des Alltags. Als Tee aufgebrüht wirkt sie bei Halsweh schmerzlindern, ebenso zeigt sie Wirksamkeit auch  bei Überkeit und Menstruationsbeschwerden.

Zur äußerlichen Anwendung, bei Schnitten, Schwellungen oder aber auch bei trockenen Händen ist am besten eine Salbe geeignet. Dafür braucht ihr Ringelblumen, Olivenöl, Wollwachs ohne Wasser, Bienenwachs und Mineralwasser.
Zuerst gebt ihr etwas Olivenöl in ein Flasche und mischt die Ringelblumenblüten bei, alles zusammen lasst ihr nun 3 Wochen an einem sonnigen Platz stehen und schüttelt es täglich 2 mal auf.
Nach Ablauf der 3 Wochen, indem die Ringelblumenblütenblätter ihr ganzes Können an das Öl abgegeben haben, füllt ihr es in eine Flasche aus Braunglas um, so bleibt es länger haltbar und das Öl wird nicht ranzig. Für die Salbe gebt  30 ml Ringelblumenöl, 15 g Wollwachs ohne Wasser (Lanolin anhydrid) und 4 g Bienenwachs in ein kleines Gefäß. Diese Gefäß stellt ihr in ein Wasserbad. Gleichzeitig erwärmt ihr 30 ml destilliertes Wasser oder Mineralwasser. Sobald die verschiedenen Öle geschmolzen sind, mischt ihr das Wasser unter und lasst die Creme unter ständigem rühren abkühlen. Nun könnt ihr im lauwarmen Zustand noch ein ätherisches Öl wie Salbei beifügen, es wirkt antibakeriell und macht die Ringelblumensalbe länger haltbar.

Ihr Blütezeit beträgt 4 Monate von Juni bis Oktober, also haltet doch mal in eurem Garten Ausschau   ; )

Der Holunder:

                                                                          (http://www.gewuerzlexikon.de/resources/Holunder.jpg)

Holunder ist ein weiteres Multitalent, er schmeckt nicht nur sehr gut als Sirup oder als Schnaps, sondern wirkt auch durch seine ätherischen Öle  Erkältungs-lindernd. Als Tee oder als Aufguss (Blüten) wirkt er schweißtreibend und reinigt das Blut von Bakterien, also perfekt für eine fiebrige Erkältung. Die schwarzen Beerchen dieser Pflanze sind besonders Vitamin C haltig und eigenen sich so sehr gut für  Gelee oder Marmelade, ein gesunder Brotaufstrich also oder ein gesunder Saft oder Sirup, der sich positiv auf den Vitaminahaushalt ausübt. Erkennen könnt ihr Holunder an seinen weißen Blüten und seinen blaulilanen Beeren, seid aber vorsichtig es gibt eine Pflanze die ihm sehr ähnlich sieht aber nicht essbar ist!! Die beste Zeit um Holunder zu pflücken ist von Juni bis Juli.

Das Stiefmütterchen:

               (http://www.livingathome.de/images/garten/stiefmuetterchen.jpg)

Sicher kennt ihr die kleinen bunten Pflänzchen mit den großen oft zweifarbigen Blütenblättern?! Das gemeine Stiefmütterchen findet sich in fast jedem heimischen Garten wieder. Doch heute wird es mehr als Zierblume gesehen, als als gesunder Leckerbissen. Was wohl kaum einer weiß: Jedes Stiegmütterchen ist essbar ! Doch sie eignen sich nicht allein als hübsche Dekoration an Salaten, sondern sind auch gut für die Verdauung, da ihre Bitterstoffe Verdauungsanregend wirken. Das wilde Stiefmütterchen hingegen ist ein homöopathisches Heilmittel bei Hautkrankheiten und unterscheidet sich vom Ausehen nur geringfügig von seinen bunten Verwandten. Auch aufgebrüht hilft es bei Erkältungsymptomen. Aber auch als Bestandteil von Salat oder als Dekoration auf Kuchen unterstützt es den Immunhaushalt und sieht dazu noch sehr hübsch und appetitlich aus. Oder versucht sie mal in Zucker getaucht! Die Blütezeit von Stiefmütterchen ist von Mai bis Juni!


Das letzte kleine Wunderding in unserem Garten, dass ich euch vorstellen möchte ist 

Die Malve:
 (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/61/Koeh-222-cropped.jpg/300px-Koeh-222-cropped.jpg)

Die Malve ist ein wahres Halswehwundermittel, auch bei Husten-, und Magen-Darmbeschwerden ist sie ein Geheimtipp. Die Pflanze beinhaltet zähe Schleimstoffe, die sich als Tee aufgebrüht, beruhigend auf die wunden Stellen legen und einen Schutzfilm bilden, der Schmerzen lindert. Ebenso enthält sie Anthocyanen, welches für den Schutz von Körperzellen bekannt ist. 
Schenkt eurem Körper etwas Erholung und gönnt ihm in euren hübschen Gärtchen ein kaltes Getränk mit Malveeiswürfelchen.

Der Garten ist nicht allein ein Ort der Ruhe, sondern birgt in sich auch viele Geheimnisse, ist Mutternatur nicht fantastisch?! Für jedes Wehwehchen hat sie auch ein Mittelchen zur Heilung parat, das ihr nun entdecken und verwenden könnt ;) Also haltet doch mal die Augen auf, vielleicht entdeckt ihr ja das ein oder andere zwischen euren Büschen und Blumen; ) 
Habt einen schönen Junibeginn!

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